Maschinensicherheit – Für Systemintegratoren.

Gesamtheit von Maschinen sicher planen, integrieren und abnehmen.

Als Systemintegrator verbinden Sie vollständige und unvollständige Maschinen, Steuerungen und Komponenten zu einem funktionierenden Gesamtsystem. Damit übernehmen Sie die Verantwortung, dass die gesamte Anlage den zutreffenden EU-Vorschriften und Normen entspricht.

Besonders kritisch sind Schnittstellen, übergreifende Sicherheitsfunktionen und die Validierung komplexer Steuerungstechnik. Mit der ab 2027 verbindlichen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 steigen zudem die Anforderungen an Dokumentation, Funktionale Sicherheit und Cybersecurity.

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für Systemintegratoren

Maschinensicherheit

Schnittstellen, Lieferanten und in Betrieb nehmen

Ihre Herausforderung

Für Systemintegratoren bedeutet Maschinensicherheit: aus vielen Maschinen, Komponenten und Steuerungen eine sicherheitstechnische und rechtskonforme Gesamtheit zu schaffen – inklusive aller Nachweise & Dokumentation. Sie stehen im Spannungsfeld zwischen Endkunde, Lieferanten und CE-Pflichten.

  • Gesamtheit von Maschinen: Sobald Sie mehrere Maschinen oder System verketten, tragen Sie die Verantwortung für die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen und CE-Konformität des Gesamtsystems.

  • Schnittstellen-Komplexität: Industrieroboter, AGV/AMR, Einzelmaschinen und unterschiedliche Sicherheitssysteme müssen nahtlos zusammenspielen – jede Schnittstelle birgt neue Risiken.

  • Validierung & Nachweisführung: Die Umsetzung von Schutzmaßnahmen, Sicherheitskonzepten und Sicherheitsfunktionen müssen vollständig geprüft und dokumentiert sein, bevor die Anlage betrieben werden kann.

  • Lieferantenmanagement & Safety-Audits: Die Umsetzung von Schutzmaßnahmen, Sicherheitskonzepten und Sicherheitsfunktionen müssen vollständig geprüft und dokumentiert sein, bevor die Anlage betrieben werden kann.
    Sie tragen die Gesamtverantwortung, ohne alle Teilsysteme selbst gebaut zu haben. Wir prüfen die Schutzmaßnahmen und Dokumentation Ihrer Lieferanten, bevor deren Lücken zu Ihrem Problem werden.

  • Projektdruck: Im Projektgeschäft sind Verzögerungen besonders teuer – unklare Sicherheitskonzepte oder fehlende Schutzmaßnahmen führen direkt zu Nachrüstkosten, verschobener Inbetriebnahme bis hin zu Vertragsstrafen.

Die zentrale Herausforderung lautet: Ressourcen und Fachwissen aufbringen, um alle Anforderungen an Schnittstellen, Zulieferer und Nachweise unter einen Hut zu bringen – damit Ihre Anlage technisch sicher, rechtskonform und termingerecht abgenommen wird.

Sicheres Inverkehrbringen

Ihre

Vorteile

Von Risikobeurteilung und Entwicklung des Sicherheitskonzeptes, über Safety-Audit Ihrer Lieferanten bis hin zur Validierung der Schutzkonzepte und Sicherheitssysteme – systematisch, praxisnah und konform dokumentiert. So vermeiden Sie Verzögerungen, Mehrkosten und Haftungsrisiken. 

 

Rechtskonformität im Gesamtsystem

Wir sorgen dafür, dass Ihre Gesamtlösung ihrer Maschinenanlage sicherheitstechnischen und CE-konform ausgelegt, validiert und dokumentiert wird.

Kontrolle über Schnittstellen

Wir prüfen Sicherheitskonzepte und Dokumentationen Ihrer Zulieferer und schließen kritische Lücken frühzeitig. So haben Sie die gesamte Lieferkette im Griff. 

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Terminsicherheit für Ihr Projekt 

Mit klaren Prozessen, kontinuierlicher Projekt-Kommunikation und nachvollziehbarer Dokumentation reduzieren Sie Nacharbeiten und Projektrisiken. 

Safety – für Systemintegratoren

Unsere Lösungen 

Sicherheitskonzepte: Planung und Bewertung von Sicherheitslösungen für verkettete Maschinen, Robotik-Lösungen und AGV Systeme nach EN ISO 11161, EN ISO 10218-2, EN ISO 3691-4.

Risikobeurteilung nach EN ISO 12100: Risikoanalyse und -bewertung Ihrer Maschinenanlage – von Arbeitsbereichen bis Schnittstellenbetrachtung. 

Lieferanten- & Dokumentations-Check: Prüfung der technischen Unterlagen Ihrer Zulieferer und Absicherung der gesamten Lieferkette – damit Ihr Projekt nicht an fehlender Dokumentation scheitert. 

Verifikation und Validierung der Sicherheitssysteme: Nachweis der Funktionalen Sicherheit nach EN ISO 13849 inkl. PL-Berechnungen mit SISTEMA, Softwarevalidierung und Sicherheitsabnahme vor Ort. 

Moderation des CE-Prozesses: Begleitung ab Projektstart zur Festlegung von Verantwortlichkeiten und Sicherheitsanforderungen, bis hin zur Konformitätserklärung.

Online Termin

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Ihre Rolle – unsere Lösung

Wir bieten die passende Unterstützung für Ihre Safety-Prozesse.

Hersteller

Erhalten Sie umfassende Unterstützung normenkonformen Auslegung Ihrer Maschinen.

Leistungen im Überblick

Hier finden Sie einen Überblick über unsere Dienstleistungen und Inhouse-Schulungen.

Betreiber

Erhalten Sie umfassende Unterstützung für den sicheren Betrieb Ihrer Maschinen.

Häufige Fragen zur Maschinensicherheit für Systemintegratoren

Antworten zu anlagenweiten Sicherheitsfunktionen, Safety-Schnittstellen, PL-Nachweisen, Validierung sowie Cybersecurity und KI in komplexen Maschinenanlagen.

Warum sind Schnittstellen bei komplexen Anlagen sicherheitstechnisch besonders kritisch?

Einzelmaschinen können für sich betrachtet sicher sein und durch ihr Zusammenwirken trotzdem neue Gefährdungen erzeugen. Kritisch sind insbesondere Materialübergaben, gemeinsame Zugänge und Schutzbereiche, übergreifende Bewegungen, Energieflüsse, Betriebsarten sowie gemeinsame Steuerungs- und Not-Halt-Funktionen. Deshalb müssen neben den Einzelmaschinen immer auch ihre sicherheitstechnischen Wechselwirkungen betrachtet werden.

Wann entsteht bei der Anlagenintegration eine Gesamtheit von Maschinen?

Eine Gesamtheit kann entstehen, wenn mehrere Maschinen oder dazugehörige Produkte so angeordnet und gesteuert werden, dass sie für ein gemeinsames Ergebnis als zusammenhängendes System funktionieren. Entscheidend sind insbesondere der funktionale Zusammenhang, die steuerungstechnische Verknüpfung und die sicherheitsrelevanten Wechselwirkungen. Eine rein räumliche Nähe oder die Aufstellung in derselben Produktionshalle reicht dafür nicht aus.

Wie sollten Safety-Anforderungen und Lieferantennachweise festgelegt werden?

Die Anforderungen sollten bereits in Lastenheften und technischen Spezifikationen eindeutig und prüfbar beschrieben werden. Dazu gehören unter anderem Verwendungsgrenzen, sichere Zustände, Betriebsarten, erforderliche Sicherheitsfunktionen, Schnittstellen, Reaktionszeiten und benötigte Dokumente.

Der Systemintegrator muss anschließend prüfen, ob die Nachweise, Annahmen und Einsatzgrenzen der gelieferten Teilsysteme zur tatsächlichen Gesamtanlage passen. Zusätzliche Unterlagen und Prüfnachweise sollten vertraglich vereinbart werden, da nicht automatisch die vollständige technische Dokumentation des Lieferanten übergeben werden muss.

    Was muss vor der Endabnahme der Gesamtanlage geprüft werden?

    Geprüft werden müssen nicht nur einzelne Sicherheitskomponenten, sondern die vollständigen Schutzmaßnahmen und Sicherheitsfunktionen im realen Zusammenspiel der Anlage. Dazu gehören Betriebsarten, Schnittstellensignale, Reaktionszeiten, Wiederanlauf- und Rücksetzverhalten, Störungsfälle, Not-Halt-Funktionen und definierte sichere Zustände. Die Prüfergebnisse und noch offenen Abweichungen müssen nachvollziehbar dokumentiert werden.

    Wann sollte das Sicherheitskonzept für eine Gesamtanlage erstellt werden?

    Das Sicherheitskonzept sollte parallel zur Anlagenplanung entstehen. Bereits vor der Bestellung von Maschinen und Komponenten sollten Systemgrenzen, Schutzbereiche, Betriebsarten, Schnittstellen, Verantwortlichkeiten und notwendige Sicherheitsnachweise festgelegt werden. Werden diese Punkte erst während der Inbetriebnahme geklärt, entstehen häufig kostspielige Änderungen an Konstruktion und Steuerung.

    Wer trägt die CE-Verantwortung für die Gesamtanlage?

    Verantwortlich ist das Unternehmen, das die Gesamtheit herstellt beziehungsweise herstellen lässt und sie unter seinem Namen in Verkehr bringt oder erstmals in Betrieb nimmt. Einzelne Konformitäts- oder Einbauerklärungen der Lieferanten ersetzen nicht die Konformitätsbewertung der Gesamtanlage. Rollen, Lieferumfänge und Nachweispflichten sollten deshalb bereits im Vertrag eindeutig geregelt werden. Die tatsächliche produktrechtliche Herstellerrolle lässt sich jedoch nicht allein durch eine Vertragsklausel beliebig übertragen.

      Was ist bei der Integration von Industrierobotern und mobilen Systemen zu beachten?

      Neben der Sicherheit des einzelnen Roboters, AGV/FTS oder AMR müssen dessen Bewegungsräume, Verkehrswege, Übergabestellen, Betriebsarten und gemeinsame Arbeitsbereiche betrachtet werden. Ebenso wichtig sind das Verhalten bei Kommunikationsausfällen, die Interaktion mit Personen und die Einbindung in übergreifende Schutz- und Stillsetzkonzepte. Die jeweils anzuwendenden Normen und ihr aktueller Status müssen für das konkrete System geprüft werden.

      Wie sollte Cybersecurity in die Schnittstellenplanung einbezogen werden?

      Bei vernetzten Maschinen können Fernzugriffe, Softwareänderungen oder manipulierte Kommunikationsdaten die Maschinensicherheit beeinträchtigen. Deshalb sollten unter anderem zulässige Kommunikationswege, Netzwerkzonen, Zugriffsrechte, Fernwartung, Updateprozesse, Datenintegrität und sicherheitsrelevante Änderungen spezifiziert werden. Dabei ist zu unterscheiden, welche Anforderungen aus der Maschinenverordnung, dem Cyber Resilience Act und dem Betreiberrecht stammen.

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